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Unser Programm zur Kommunalwahl 1998

 
Bei der Kommunalwahl im Dezember 1993 haben die Bürgerinnen und Bürger Schöneiches der SPD wiederum das größte Maß an Verantwortung übertragen.

Im folgenden gehen wir auf die wichtigsten Tätigkeitsfelder unserer Kommunalpolitik ein. Dabei stellen wir dar, was sich gut entwickelt und was weniger. Wir sagen, welche Schritte wir gehen wollen, um so viel wie möglich an ökonomischer, ökologischer und sozial verträglicher Ortsentwicklung zu gewährleisten und zu initiieren - in einem gesellschaftlichen Rahmen, in dem wir mit allen Schöneichern für Menschenwürde, Gerechtigkeit und die Überlebensfähigkeit der Welt insgesamt eintreten wollen.

Für uns Schöneicher Sozialdemokraten stehen in allen Bereichen die sozialen Aspekte im Vordergrund.
 
 
     Ortsentwicklung und Bauen
     Ortszentrum
     Verkehr
     Wohnen und Mieten
     Gewerbe, Arbeit und Ausbildung
     Umwelt und Natur
     Kultur, Denkmalschutz und Sport
     Kinder, Jugend und Schule
     Kriminalität und Sicherheit
     Haushalt und Finanzen
     Senioren und Behinderte
     Verwaltung
 

Schöneiche hat derzeit fast 10.500 Einwohner. Bis zum Jahr 2010 wird sich diese Zahl auf etwa 14.000 erhöhen. Um das zu bewältigen, bedarf es riesiger Anstrengungen hinsichtlich sozialer und technischer Infrastruktur. Wir stellen uns dieser verantwortungsvollen Aufgabe.

Wir Sozialdemokraten wollen den Charakter Schöneiches als Waldgartengemeinde erhalten. Deshalb streben wir in Schöneiche bei Neu- oder Ausbau nicht mehr als zwei Wohnungen pro 500 Quadratmeter Grundstück an. Ausnahmen von dieser Regel wird man aber beispielsweise im Ortszentrum oder in Teilen Fichtenaus machen müssen.

Bis 1996 hat es hinsichtlich des Maßes der Bebauung auch einige Negativbeispiele gegeben. Seither konnte dies durch noch bewußtere und genauere Planung sowie konkretere Vorgaben verhindert werden. Dafür stehen wir Sozialdemokraten. Jeden einzelnen Bauherrn fordern wir auf, sein Vorhaben in das Ortsbild einzufügen.

Die lange versäumte Erschließung der Grundstücke, vor allem der Ausbau von Kanalisation, Straßen und Gehwegen, ist eine Hauptaufgabe, die die Gemeinde Schöneiche mit ihren Bürgern in den nächsten Jahren lösen muss. Hierfür ist eine lang- und mittelfristige Ausbauplanung notwendig, damit sich die Grundstückseigentümer rechtzeitig beteiligen und sich auf die finanzielle Belastung einstellen können. Indem wir Beratungen über Hypotheken, Stundungen und ähnliches organisieren, wollen wir verhindern, daß Schöneicherinnen und Schöneicher ihr Grundstück verkaufen müssen, weil sie ihre Beiträge nicht bezahlen können.

Da es den Grundstückseigentümern oft nicht möglich sein wird, ihren Anteil an den Errichtungskosten aufzubringen, wird die Bebauung nicht überall ganz so locker bleiben können, wie jetzt, wo auf 1.000 Quadratmeter Grundstück nur ein Haus für eine Familie steht. Deshalb wollen wir Sozialdemokraten die Voraussetzungen für eine ortsverträgliche Bebauung in der zweiten Reihe schaffen. Da dies fast überall in Schöneiche eines Bebauungsplans bedarf, wird es nicht von heute auf morgen eine Regelung geben können. Bebauungspläne sind arbeitsaufwendig und teuer. Wir sind der Meinung, dass eine solche Teilung nicht überall sinnvoll ist. Der Waldgartencharakter von Schöneiche muss unbedingt erhalten werden. Detailfragen müssen jedoch in der politischen Tagesarbeit analysiert und entschieden werden.

Aus Gründen des Umweltschutzes und überregionaler Freiraumplanungen darf Schöneiche seine Siedlungsfläche, die jetzt schon fast 40 Prozent der Gemarkung Schöneiche umfaßt, nicht mehr ausdehnen. Das heißt, die Bautätigkeit wird sich im großen und ganzen auf das jetzige Siedlungsgebiet mit seinen inneren Reserven konzentrieren. Lediglich einige günstig gelegene Gebiete am Ortsrand und zwischen den Siedlungskernen sollten unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte für ortsverträgliche Bebauung zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere die Brachflächen an der Berliner Straße sollen sowohl für Wohnungsbau als auch für Gemeinbedarfseinrichtungen genutzt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt sollten auch die Flächen links und rechts der Woltersdorfer Straße entwickelt werden.

Angesichts der großen Ausdehnung des Ortes wollen wir dezentrale Strukturen erhalten und stärken. Dies zeigen schon das neu geschaffene Nebenzentrum Grätzwalde sowie die Einkaufszentren in Hohenberge und an der Friedrich-Ebert-Straße. Für Fichtenau werden durch die Darstellung einer Mischbaufläche im Flächennutzungsplan wichtige Voraussetzungen für die weitere Entwicklung als Nebenzentrum geschaffen.

Alle Schöneicherinnen und Schöneicher fordern wir auf, unseren Ort zu einem Schmuckstück zu entwickeln. Dazu gehören neben der Pflege von Vorgärten und Grünstreifen an der Straße auch der Erhalt von Bäumen und Gehölzen auf den Grundstücken. Nur so kann der Waldgartencharakter des Ortes erhalten bleiben. Die SPD wird einen Wettbewerb im Ort initiieren, um die originellste und schönste Gestaltung von Vorgärten und zu prämieren.

Der erste Bauabschnitt des neuen Ortszentrums an der Brandenburgischen Straße ist fertiggestellt, der zweite wird gebaut. Mehr und bessere Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungseinrichtungen, aber auch Wohnungen werden geschaffen. Besonders wichtig ist uns auch die Einrichtung neuer Gaststätten und Restaurants, um das neue Zentrum zu einem lebendigen Quartier werden zu lassen. Im Rahmen des dritten Bauabschnittes, der das Ortszentrum an das historische Angerdorf anbindet, setzen wir uns für den Wiederaufbau der Grünen Aue ein.

Der Bau des neuen Bürgerhauses (Rathaus) muss um einige Jahre verschoben werden. Jedoch bleibt es weiter Bestandteil der Planungen, damit der Gemeinde keine Zukunftschancen verbaut werden.

Der Verkehr in Schöneiche hat aufgrund der speziellen Lage Schöneiches stark zugenommen. Lärm und Erschütterungen überschreiten oftmals das Maß des Erträglichen. Den großen Gefährdungen für schwächere Verkehrsteilnehmer, z.B. für Kinder und ältere Menschen, muss abgeholfen werden. Deshalb wollen wir den Schwerlastverkehr und den überörtlichen Durchgangsverkehr weitgehend aus dem Ort heraushalten. Vor allen Kindertagesstätten und Schulen wurde schon in den vergangenen Jahren Tempo 30 angeordnet, auch die meisten Wohngebiete wurden zu Tempo-30-Zonen. Um Chaoten und Raser auf Schöneiches Straßen aus dem Verkehr zu ziehen unterstützen wir die Verkehrskontrollen und Geschwindigkeitsüberwachungen der Polizei.

Ein wichtiger Schwerpunkt für die nächsten Jahre ist die Schulwegsicherung. Die derzeitige Zersplitterung der Schulstandorte erfordert hier besonders große Anstrengungen. Wir setzen uns dafür ein, Schutzgitter zu errichten und den Verkehr zu beruhigen. Wir fordern außerdem eine Tempo-30-Zone in den Nebenstraßen von Fichtenau (südlich Karl-Liebknecht-Straße).

Von der Landesregierung fordern wir Schöneicher Sozialdemokraten den zügigen Ausbau der Landesstraßen im Ort, insbesondere der Schöneicher Straße. Aber auch Die Friedrichshagener Straße und die Rahnsdorfer Straße bedürfen dringend eines Ausbaus. Für eine mögliche Verlängerung der Berliner Straße über das Fließ zum Pyramidenplatz setzen wir uns für eine Freihaltung der Trasse ein, um in weiterer Zukunft gegebenenfalls die Ortsmitte entlasten zu können. Kurzfristig wollen wir an dieser Stelle eine Querungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer schaffen. Eine Umgehungsstraße um das "Dorf Schöneiche" halten wir nicht für notwendig, da diese die Verkehrssituation in der Dorfstraße nur unwesentlich entlasten würde und auch aus ökologischen Gesichtspunkten weder akzeptabel noch durchsetzbar ist.

Der schlechte Zustand fast aller Straßen im Ort führt sowohl zu enormen Belästigungen von Anwohnern durch Lärm und Erschütterungen als auch zu Beschädigungen an den Fahrzeugen. Deshalb setzen wir uns für einen stufenweisen Ausbau der Gemeindestraßen in einem Umfang ein, der für Grundstückseigentümer und Gemeinde nur erträgliche Kosten verursachen darf. Im Regelfall kann ein solcher Ausbau jedoch erst erfolgen, nachdem die Abwasserleitungen verlegt wurden.

Um die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten, unterstützen wir die Errichtung der notwendigen Ampeln und Überwege, zum Beispiel am Knotenpunkt Grätzwalde, an der Jägerstraße und an der Einmündung der Raisdorfer in die Rahnsdorfer Straße, aber vor allem den weiteren Ausbau sicherer Geh- und Radwege im gesamten Ortsgebiet. Besonders wichtig sind uns auch die Radwege zu den Nachbargemeinden und zum Gewerbegebiet.

Der sich entwickelnde Tourismus und die Größe Schöneiches erfordern flächendeckend Radfahrstreifen und Radwege. Nur durch eine Verlagerung des innerörtlichen Verkehrs vom Auto auf das Fahrrad kann eine Entlastung im Bereich des Lärms und der Erschütterungen bewirken. Voraussetzung dafür ist jedoch ein attraktives Fahrradwegenetz, das von den Bewohnerinnen und Bewohnern angenommen wird.

Große Teile des Ortes haben in den vergangenen Jahren schon Straßenbeleuchtung erhalten. Ende dieses Jahres wird ganz Grätzwalde nachts beleuchtet sein. Weitere Straßen müssen so schnell wie möglich folgen.

Vorrang für Bus und Straßenbahn - wir Sozialdemokraten unterstützen alle Maßnahmen, die diesem Ziel dienen, wie zum Beispiel die weitere Modernisierung der Haltestellen, die Einrichtung von Park&Ride- und Bike&Ride-Plätzen, eine Verbesserung des Fahrkomforts, Taktverkürzungen (insbesondere abends). Auch sollten größere Wohnbauvorhaben in der Regel nur noch im Einzugsbereich der Straßenbahn und der Buslinie 161 erfolgen. Die Buslinie 161 muss bis zur Dorfaue im 20-Minuten-Takt fahren. Zu prüfen ist eine Anbindung des Gewerbegebiets an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Außerdem muss untersucht werden, ob die Straßenbahn zwischen den Haltestellen Grätzwalde und Jägerstraße einen anderen Verlauf nehmen kann, zum Beispiel über Prager Straße und Kieferndamm, um das südliche Grätzwalde und Hohenberge an den ÖPNV anzuschließen. Durch alle diese Maßnahmen soll es sich für möglichst viele Schöneicher lohnen, weniger Auto zu fahren.

Wir Sozialdemokraten setzen uns massiv für sozialen Wohnungsbau ein. Das hoffnungsvolle Projekt Stegeweg ist nun begonnen werden. Hier können in den nächsten Wochen die ersten Sozialwohnungen bezogen werden. Die Sozialwohnungen in Hohenberge sind mittlerweile fertiggestellt und vermietet.

Mit der Schöneicher Wohnungsbaugenossenschaft sind wir leider nicht wie gewünscht vorangekommen. Zum einen konnte kein geeignetes Grundstück gefunden werden, und zum anderen wurde dieses Vorhaben in der Landesinvestitionsplanung nicht berücksichtigt.

Die gemeindeeigenen Wohnungen werden durch die gemeinnützige Genossenschaft Berliner Bär verwaltet. Diese hat viele Defizite des früheren Verwalters aufgearbeitet. So wurden in diesem Jahr die 128 Wohnungen an der Berliner Straße modernisiert und saniert. Abschluss der Arbeiten: Oktober 1998.

Die Gemeinde wird in den kommenden Jahren zahlreiche Grundstücke mit Ein- und Mehrfamilienhäusern veräußern. Sie wäre finanziell nicht in der Lage, diese Häuser zu sanieren und zu erhalten. Verkauf und Erbpacht finden vorrangig an Mieter statt. Sonst wird im Kaufvertrag ein langjähriger Kündigungsschutz für die Mieterinnen und Mieter festgelegt. Die Einnahmen aus den Verkäufen, kommen den Bauvorhaben der Gemeinde im Bereich der sozialen Infrastruktur (Schulen, Turnhallen etc.) zugute.

Die von der Schöneicher SPD geforderte Erstellung eines Mietspiegels ist abgeschlossen. Er bietet den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern einen Überblick über die Kosten für das Wohnen und die Möglichkeit, unangemessenem Mietanstieg und Mietwucher entgegenzutreten. Die SPD wird sich für eine regelmäßige Fortschreibung des Mietspiegels einsetzen.

Wir Sozialdemokraten werden uns weiterhin stark engagieren, Gewerbe und Arbeitsplätze zu erhalten und neue Arbeitsplätze auch für Schöneicher Bürger anzusiedeln. Nach Anlaufschwierigkeiten aufgrund formaler Hemmnisse, die den Verkauf und die Bebauung der Grundstücke verzögerten ist dem Gewerbegebiet Schöneiche Nord mittlerweile die positive Entwicklung deutlich anzusehen. Es stellt eine gute Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde dar. Jetzt soll der zweite Bauabschnitt (ehemaliges Flora-Gelände) erschlossen werden.

Die ortsansässigen Gewerbetreibenden müssen bei Planungen im Ort weitest möglichen Schutz genießen. Der kleine Handwerker und das Kleingewerbe sollen auch in Zukunft für den Bürger um die Ecke zur Verfügung stehen. In Wohngebieten sollten im Interesse der Anwohner jedoch nur verträgliche Gewerbe neu zugelassen werden. Für andere sind im Flächennutzungsplan mehrere Mischbauflächen vorgesehen.

Die Gemeinde Schöneiche soll alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Schöneicher Bürgerinnen und Bürgern über ABM, "Arbeit statt Sozialhilfe", Lohnkostenzuschüsse etc. wieder zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen. Vor allem müssen ortsansässige Betriebe beraten und unterstützt werden.

Die Schöneicher Sozialdemokraten fordern alle Unternehmen und Gewerbetreibenden im Ort auf, ausreichend Lehrstellen für alle Schöneicher Schulabgänger bereitzustellen.

Viele Schöneicher Straßen sind wunderschöne Alleen. Bäume prägen den Waldgartencharakter des Ortes ganz besonders und müssen deshalb erhalten und gepflegt werden. Auch Ergänzungs- und Neupflanzungen werden von uns unterstützt. Das hohe Alter der Bäume macht aber in den nächsten Jahren auch Ersatzpflanzungen notwendig. Dabei sind stets neue Alleen zu schaffen

Das Fredersdorfer Mühlenfließ ist ein wichtiges Biotop, es soll in seiner Schönheit auch nachfolgenden Generationen erhalten bleiben. Darum haben wir dafür gestimmt, es unter Schutz zu stellen.

Der Kleine Spreewald und die Gaststätte müssen unbedingt für die Schöneicher Bürgerinnen und Bürger sowie deren Gäste wieder zugänglich und nutzbar gemacht werden. Ein Anfang mit dem Bau des Spielplatzes ist gemacht. Wir unterstützen auch weiter die zügige Wiederherstellung in Zusammenarbeit mit Naturschutzaktiv, Frauenverein Lebensart e.V., Schulen und anderen engagierten Bürgerinnen und Bürgern entsprechend dem von der Gemeindevertretung beschlossenen Konzept Kleiner-Spreewald-Park.

Wir Sozialdemokraten fordern vom Abwasserverband den schnellstmöglichen Bau der Abwasserleitungen im Ortsgebiet, damit die Umwelt und die Geldbeutel der Bürger weiter entlastet werden. Für die kleineren Splittersiedlungen im Außenbereich streben wir Kleinkläranlagen ähnlich denen am Landhof an.

All diese Maßnahmen und Schutzeinrichtungen sind nicht nur für den Erhalt der Umwelt und der Reinhaltung des Trinkwassers notwendig, sondern auch von existentieller Bedeutung für die Gesundheit der Schöneicherinnen und Schöneicher.

In unserer Gemeinde gibt es schutzwürdige Gebäude wie z. B. die Schlosskirche, den Speicher und das Heimatmuseum. Das Angerdorf Kleinschönebeck ist besonders erhaltenswert. Die ausgewogene Denkmalschutzsatzung wird den Interessen der betroffenen Bürger und Bürgerinnen und der Pflicht zum Schutz des historischen Ortsbildes an der Dorfaue sowie zu Planungssicherheit gerecht. Wir Sozialdemokraten werden uns dafür einsetzen, dass auch in den folgenden Jahren finanzielle Mittel zur Unterstützung beim Bau an Denkmalen zur Verfügung stehen. Im Bereich Dorfstraße sollten Einzeldenkmale unter Schutz gestellt und eine Gestaltungssatzung erarbeitet werden. Anwohner und Eigentümern der betroffenen Grundstücke und Gebäude müssen unzumutbare Kosten und Belastungen erspart werden, die sie nicht tragen können.

Das Schöneicher Kultur- und Sportleben ist in den vergangenen Jahren bunter, attraktiver und vielschichtiger geworden. Dies wollen wir erhalten und auch in Zukunft dadurch fördern, dass wir die geringen öffentlichen Mittel wirksam einsetzen. Die Vereinsförderung muss auch in folgenden Jahren fortgeführt werden.

Die Sportvereine erfüllen wichtige soziale Aufgaben und fordern zu Recht, dass sich die Gemeinde an der Errichtung neuer, besserer Anlagen und an der Instandsetzung der vorhandenen beteiligt. Das erste Projekt, die Umkleidekabinen am Sportplatz, konnte bereits umgesetzt werden.

Wir Sozialdemokraten wünschen uns ein Freibad in Schöneiche, halten es aber leider in den nächsten fünf bis zehn Jahren für nicht finanzierbar. Insbesondere die hohen Unterhaltskosten müssten zu Lasten anderer freiwilliger Aufgaben der Gemeinde, wie Jugend- und Seniorenklub, aufgebracht werden. Wir halten es deshalb für vertretbar, das Freibad in Neuenhagen oder einen der zahlreichen und wunderschönen Seen der näheren Umgebung aufzusuchen. Die Errichtung einer kleinen Schwimmhalle im Gewerbegebiet durch einen privaten Investor unterstützen wir ausdrücklich, da dort auch die Schulen ihren Schwimmunterricht durchführen können.

Eine Außenstelle der Musikschule muss in Schöneiche unbedingt erhalten werden. Wir werden uns insbesondere beim Landkreis dafür einsetzen, dass die ehemalige Kreisstraßenmeisterei schnellstmöglichst hergerichtet werden kann.

Das ehrenamtliche Engagement vieler Schöneicherinnen und Schöneicher möchten wir weiterhin und verstärkt fördern und unterstützen. Wir wollen Ihnen Räume verschaffen, Finanzierungshilfen aufzeigen und ihre Arbeit und ihre Interessen in die Planungen einbeziehen. Insbesondere in den Bereichen der sozialen Dienste, des Naturschutzes, der Kinder- und Jugendarbeit, im Sport, der Kultur und dem Vereinsleben wäre vieles ohne die vielen fleißigen Hände undenkbar.

Wir Sozialdemokraten setzen uns für gute Erziehungs-, Bildungs- und Ausbildungsbedingungen ein. Daher wollen wir die Ausstattung der Einrichtungen verbessern.

Aufgrund der zunächst steigenden Schülerzahlen benötigen die Grundschulen mehr Klassenräume. Der Erweiterungsbau an der Grundschule I in der Dorfaue ist fertiggestellt, die Sanierung des Altbaus ist ebenfalls abgeschlossen. In den nächsten Jahren werden auch Bürgel- und Lindenschule zu einem Standort zusammengelegt, dafür ist ein weiterer Anbau für die Grundschule II an der Käthe-Kollwitz-Straße notwendig. Wir Sozialdemokraten setzen uns für eine gleichberechtigte Entwicklung der beiden Grundschulen ein. Dazu gehören auch Turnhallenneubauten für beide Grundschulen. Dem Beginn des Turnhallenneubaus an der Grundschule I an der Dorfaue stehen leider noch rechtliche Probleme beim jetzigen Eigentümer des Grundstückes entgegen.

Der Gesamtschule in der Prager Straße gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Um die neuen Klassen-, Fach- und Kursräume, die das Unterrichtskonzept und die Schülerzahlen verlangen, trotz der knappe Gemeinde -finanzen bauen zu können, setzen wir uns dafür ein, daß jede Fördermöglichkeit genutzt wird.

Der Jugendklub und das Jugendfreizeithaus "Nest" erfüllen im Ort wichtige soziale Aufgaben. Beide von der Gemeinde finanzierten Einrichtungen werden wir daher erhalten und ihr Angebot gestalten und weiter ausbauen. Die SPD unterstützt die Bemühungen der Jugendlichen für eine bessere Freizeit- gestaltung. Entscheidend ist jedoch vor allem das eigene Engagement der Jugendlichen.

Wir Schöneicher Sozialdemokraten wollen das von der Gemeindevertretung beschlossene Kitaentwicklungskonzept umsetzen. Die An- und Umbauten der Kindergärten an der Dorfaue und der Stockholmer Straßen haben dabei erste Priorität. Bei weiterem Bedarf steht der Gemeinde ein Grundstück für einen Kindergartenneubau in Hohenberge zur Verfügung.

Der Verein für Sicherheitspartnerschaft Schöneiche, der unter aktiver Beteiligung der SPD ins Leben gerufen wurde, hat die Sicherheit im Ort erheblich gestärkt. Unter der Leitung von Dr. Konrad von Rabenau ist es in Zusammenarbeit mit der Polizei gelungen, den Einbruchdiebstahl weit zurückzudrängen. Dennoch ist auch die geringere Zahl der Einbrüche völlig inakzeptabel. Wir Schöneicher Sozialdemokraten unterstützen daher die Forderung nach Einrichtung einer ständig besetzten Polizeistation im Ort. Es wird aber dennoch darauf ankommen, dass wir Schöneicherinnen und Schöneicher gute nachbarschaftliche Beziehungen pflegen und uns gegenseitig helfen. Wir fordern alle Schöneicher auf, mitzumachen.

Zur Deckung der enormen Kosten, die im Infrastrukturbereich (Straßen, Schulen, Kindergärten etc.) auf die Gemeinde zukommen, wird die Gemeinde in nächster Zukunft einen großen Teil ihrer Grundstücke mit Ein- und Mehrfamilienhäusern, vorrangig an die Mieter, verkaufen müssen. Die Schöneicher SPD unterstützt dies, da damit die Investitionen in die Zukunft (Schulen, Turnhallen, etc.) finanziert werden. Auch durch gutes Haushalten des Bürgermeisters wird es gelingen, die Lebensqualität in der Gemeinde erheblich zu verbessern, ohne die Verschuldung der Gemeinde uferlos ansteigen zu lassen. Wir Sozialdemokraten setzen uns für eine solide Haushaltsführung mit begrenzter Verschuldung ein.

Die vielen freiwilligen Leistungen der Gemeinde, zum Beispiel Seniorenclub, Schlosskirche und Jugendeinrichtungen, werden von uns ausdrücklich unterstützt. Wir Sozialdemokraten sorgen dafür, dass die sozialen Gesichtspunkte weiterhin beachtet werden.

Die Schlüsselzuweisungen des Landes an Schöneiche stellen zur Zeit den wichtigsten Einnahmeposten dar. Weiterhin spielt der Anteil der Lohn- und Einkommensteuer eine große Rolle. Dieser wird in den nächsten Jahren wegen der Zuzüge ansteigen. Obwohl Schöneiche im Vergleich des Landkreises beispielsweise einen geringen Hebesatz für die Gewerbesteuer hat, wollen wir diesen im Interesse der Wirtschaftsentwicklung und der Arbeitsplätze nicht erhöhen.

Auch Behinderte und viele Menschen mit hohem Alter leben in Schöneiche. Sie sind für ein lebendiges Gemeinwesen wichtig. Wir unterstützen jede Initiative, die Schöneiche senioren- und behindertengerechter macht, da es leider immer noch viele Barrieren und Hürden gibt, die älteren oder behinderten Menschen unnötig das Leben schwer machen. Wir achten auf den behindertengerechten Ausbau der Gehwege, die Verbesserung der Einkaufsmöglichkeiten, die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs und das

Bereitstellen von Sitzgelegenheiten im Ort. Der Bau des neuen Seniorenwohn- und Pflegeheimes an der Hannestraße hat begonnen. Die Arbeit des Seniorenclubs werden wir weiterhin unterstützen, eine Verbesserung des Raumangebotes muss unserer Meinung in den nächsten Jahren angegangen werden. Die Umsetzung des Konzeptes einer Integrationskindertagesstätte ist für uns ebenso wichtig wie die Schaffung und der Erhalt von bezahlbarem, behinderten- und seniorengerechtem Wohnraum in Schöneiche.

Bürgernähe und Sachkompetenz sind Grundvoraussetzungen einer bürgernahen Verwaltung. Seit der Bürgermeisterwahl 1996 sind die Konflikte zwischen Bürgern und Verwaltung bei der Lösung von Problemen deutlich geringer geworden. Wir wollen, dass in einem sachlichen Umgang und guter Zusammenarbeit mit den Bürgern die Entwicklung des Ortes gestaltet wird. Eine entscheidende Rolle kommt dabei dem auf SPD-Vorschlag und mit SPD-Unterstützung gewählten Bürgermeister mit der von ihm geleiteten Verwaltung zu. Das "Gläserne Rathaus" als Dienstleistung für die Bewohner mit bürgerfreundlichen Sprechzeiten muss auch in Schöneiche Realität werden. Deshalb fordern wir eine verlängerte Rathaus-Öffnung an mindestens einem Abend im Monat.

Um all dies umsetzen zu können, benötigen wir Ihre Unterstützung!


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