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01.08.2006

 

50.000 €! Will Herr Ritter den Schlosspark abholzen?

Die CDU Schöneiche behauptet in einem Flugblatt in großen Lettern, man müsse bei Verstößen gegen die neue Baumschutzsatzung mit bis zu 50.000 Euro Strafe rechnen! Das trifft natürlich nicht für die Fällung eines Baumes zu, oder hat da jemand eine heimliche nächtliche Rodung des Schlossparks im Sinn? Da diese ja täglich vorkommt, handelt es sich mit dem Flugblatt der CDU also um keine allzu sachliche Darstellung der neuen Baumschutzsatzung. Und die Beispiele sind realitätsfern!

Was nicht auf dem Flugblatt steht, ist, dass die Fällung von Bäumen auf Grundstücken mit Mehrfamilienhäusern gegenüber der bisherigen Rechtslage sogar billiger wird und dass die Satzung selbstverständlich alle erforderlichen Ausnahmeregelungen für Bäume, die in irgendeiner Weise eine Gefährdung darstellen, enthält. Das heißt beispielsweise: Wenn Sie auf ihrem Grundstück einen Baum haben, der morsch oder ernsthaft krank ist, ist es problemlos möglich, diesen auch ohne Ersatzpflanzungen zu entfernen.

Was auch nicht darauf steht und auch an den Ständen zur Unterschriftensammlung gegen die Baumschutzsatzung wohl kaum zur sachlichen Information der Bürger gesagt wurde ist, dass die Fällung von ein bis vier Bäumen mit einem Stammumfang von mehr als 150 Zentimetern in Berlin etwa 3000 Euro kosten würde, in Schöneiche aber mit einer maximalen Ersatzzahlung von 450 Euro möglich ist, wenn keine der erforderliche drei Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. Abgesehen davon steht auf dem Flugblatt in offenkundiger Unkenntnis der Satzung, es seien 600 Euro zu zahlen.

Die CDU hat zum Thema Baumschutzsatzung auch urplötzlich mit ihrem Slogan "Das Maß aller Dinge ist der Bürgerwille!" die Bürger entdeckt. Das würde uns freuen, denn wir von der SPD Schöneiche sind der grundsätzlichen Überzeugung, dass gerade Kommunalpolitik auf Dauer nur funktionieren kann, wenn eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Bürgern, Bürgerinitiative und Vereinen im Ort organisiert und umgesetzt wird. Nur so können von Beginn an gemeinsam Lösungen für auftretende Probleme und ein tragfähiger Kompromiss gefunden werden, den zumindest eine Mehrheit mittragen und dauerhaft akzeptieren kann.

Die Botschaft hör ich also wohl, allein mir fehlt der Glaube an die neue Hinwendung der CDU zum Bürger, wollten der Vorsitzende der Ortsgruppe, Andreas Ritter, und die CDU doch im Rahmen der Haushaltsdiskussion 2004 die Grundsteuer und die Gewerbesteuer in Schöneiche erhöhen - dazu wurden die Bürger lieber nicht nach ihren Meinungen gefragt!

Wir als SPD Schöneiche haben diese unsinnigen Belastungen für die Mehrheit der Schöneicher Bürger glücklicher Weise verhindern können!

für die SPD Schöneiche
Der Vorstand

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