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20.03.2005

 

1. Bürgerwerkstatt der SPD Schöneiche ein großer Erfolg 

„Wenn wir eine weiterführende Schule nach Schöneiche bekommen wollen, wird das wohl nur mit einem Gymnasium in privater Trägerschaft und speziellem Profil möglich werden.“ Das war eines der Ergebnisse nach fast drei Stunden gemeinsamen Arbeitens und Diskutierens unter den zahlreich anwesenden Schöneicher Bürgern.

Unter Leitung der Moderatoren Anna-Maria Zeschmann-Hecht und Dr. Philip Zeschmann, beide SPD Schöneiche, wurde auf dieser Veranstaltung am 14.März ein offenes Forum zum Austausch der Ideen und Gedanken zum Thema „weiterführende Schule für Schöneiche“ mit der Zielsetzung geboten gemeinsam gangbare Wege zur Verwirklichung einer weiterführenden Schule für Schöneiche zu entwickeln.

Dazu wurden die Teilnehmer zuerst gebeten in kleinen Gruppen Ihre Wünsche an eine weiterführende Schule in Schöneiche und das was sie auf keinen Fall wollen zu formulieren. Die Ergebnisse wurden kurz im Plenum erläutert und danach unter Anleitung der Moderation nach thematisch zusammengehörenden Gruppen strukturiert. Im Anschluss wurden die Teilnehmer in neuer Gruppenzusammenstellung gebeten die einzelnen gruppierten Themen noch einmal genauer zu betrachten und Vor- und Nachteile der einzelnen Aussagen und Wünsche sowie Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und zu benennen. Nach dieser tiefer gehenden Auseinandersetzung mit den verschiedenen Problemstellungen auf dem Weg zu einer weiterführenden Schule in Schöneiche wurden in einer sehr konstruktiven Plenumsdiskussion Stolpersteine ebenso wie realistische Möglichkeiten zur Verwirklichung des Projektes diskutiert.

Unter anderem wurde aufgezeigt, dass das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes nach der Schließung einer weiterführenden Schule in Schöneiche, entsprechend intensiver Investitionen in die Schulen in den umliegenden Orten und der aktuellen und absehbaren Kassenlage des Landes, wohl kaum erneut eine öffentliche Schule in Schöneiche ins Leben rufen würde. Hinzu käme, dass Schöneiche bei der Neufestsetzung von Entwicklungs- und Förderzentren im Lande ganz unten eingestuft ist und somit ohnehin keine entsprechende Förderung erwarten kann. Zugleich sei die Kasse der Gemeinde schon arg gebeutelt und es müssten in der Haushaltsplanung immer wieder auch schmerzliche Kürzungen vorgenommen werden. Deshalb sei auch von dieser Seite ein finanzielles Engagement für eine weiterführende Schule (Stichwort Neubau) ausgeschlossen. Bliebe also nur die Möglichkeit aufgrund der sehr positiven Entwicklung der Kinderzahlen im Ort mit einem privaten Betreiber ins Geschäft zu kommen. Zur konkreten Form einer solchen Schule sollte nach Möglichkeit der Elternwille ausschlaggebend sein.

Vorteilhaft für den erfolgreichen Betrieb einer Schule in privater Trägerschaft wäre hier jedoch ein Gymnasium mit einem speziellen pädagogischen Profil, weil auf diese Weise nicht nur die Kinder aus Schöneiche, sondern auch aus dem größeren Umkreis angesprochen würden, so wie dies durch spezielle Schulen in Berlin und Fürstenwalde auch heute schon geschehe (viele Schöneicher Kinder gehen dort zur Schule). Wenn in der direkten Umgebung staatliche Schulen verschiedenen Typs (Oberschule Woltersdorf, Oberschule und Gymnasium Rüdersdorf, Oberschule und Gymnasium Erkner) zur Verfügung stehen, würde diese Entwicklung in Schöneiche zur Erweiterung der von der Elternschaft gewünschten breiten Auswahl von Schultypen und –profilen beitragen.

Als Ergebnisse des gemeinsamen Arbeitens wurden festgehalten:

-     Nur eine weiterführende Schule in Schöneiche ist möglich (und nicht die freie Auswahl zwischen unterschiedlichen Schultypen oder gar pädagogischen Profilen wie es sich viele erträumen)

-      Eine staatliche Schule ist unrealistisch

-      Wahrscheinlich ist deshalb eine Schule in privater  Trägerschaft, die in der Regel einen gymnasialen Charakter haben wird.

-      Die Suche nach einem passenden Gebäude in Schöneiche wird sehr schwierig, es gibt kaum Auswahl

-      Zur Realisierung sind jedoch kreative Finanzierungsmodelle erforderlich

Zum weiteren Vorgehen wurden der SPD Schöneiche als Veranstalter folgende Wünsche mit auf den Weg gegeben:

-      Umfrage um das aktuelle Meinungsbild zu diesem Thema in der Elternschaft abzufragen

-      Fortsetzung des als Bürgerwerkstatt der SPD begonnenen Forums „Pro weiterführende Schule in Schöneiche“ möglichst als überparteiliche Veranstaltung

-      Gemeinsame Entwicklung (möglichst unter Beteiligung des Bürgermeisters) von Szenarien zum möglichen Gebäude für die weiterführende Schule und zu innovativen Finanzierungskonzepten

-      Vorlage dieser Konzeption in der Gemeindevertretung mit dem Ziel einen entsprechenden Grundsatzbeschluss zu erlangen

-      Gemeinsame Diskussion der Vor- und Nachteile de einzelnen möglichen privaten Träger (evtl. mit Vorstellung der unterschiedlichen Träger)

Die SPD Schöneiche hat diese Anregungen aufgenommen und wird sich um die Realisierung der einzelnen Schritte bemühen. So ist bereits ein Bericht über diese Veranstaltung und ihre Ergebnisse ebenso auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Bildungsausschusses der Gemeindevertretung gesetzt worden wie auch der Wunsch nach einer zeitnah von der Gemeinde durchzuführenden Elternbefragung bezüglich der Wünsche und Vorstellungen zu einer weiterführenden Schule in Schöneiche.

Wir interessieren uns für die Wünsche der Schöneicher Bürger und helfen bei der Umsetzung!

Ihre SPD Schöneiche

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