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12.02.2004

 

Eklat in der Gemeindevertretung Schöneiche - CDU/FDP/DFG und PDS verhindern Haushalt 2004

Auf der Sitzung der Gemeindevertretung am 11.02.2004 wurde mit der Mehrheit der Stimmen von CDU/FDP/DFG und PDS der Beschluss zum Haushalt 2004 verhindert. Mit dieser unverständlichen Ablehnung des Haushaltssicherungskonzeptes wird unserer Gemeinde erheblicher Schaden zugefügt.

Die Ablehnung kam für alle Mitglieder der Gemeindevertretung überraschend, da das Haushaltssicherungskonzept 2004 mühsam Punkt für Punkt gemeinsam erarbeitet worden war. Ohne beschlossenen Haushalt gibt es weiterhin nur eine vorläufige Haushaltsführung und keine neuen Investitionen, wie z.B. der Neubau der Feuerwache oder die Straßenbaumaßnahmen Grüner Weg, Friesenstraße und Körnerstraße.

Die Fraktion PDS hat gegen das Haushaltssicherungskonzept gestimmt, weil die PDS grundsätzlich gegen Ausgabenreduzierungen in der Gemeinde wegen geringerer Landeszuweisungen ist. Die Fraktion CDU/FDP/DFG hat gegen das gesamte Haushaltssicherungskonzept gestimmt, weil mit einer Sparmaßnahme auch die Aufwandsentschädigung für die Gemeindevertreter reduziert werden sollte.

Auf der Sondersitzung der Gemeindevertretung am 28.01.2004 hatte nach intensiver Beratung eine deutliche Mehrheit der Gemeindevertretung für die Reduzierung der Aufwandsentschädigung gestimmt, da die Gemeindevertretung durch eine eigene Sparmaßnahme ein gutes Beispiel für alle anderen von Sparmaßnahmen Betroffenen geben wollte. Dieser bisherige Beschluss sollte auf Antrag der Fraktion CDU/FDP/DFG nun doch noch gekippt werden, fand aber keine Mehrheit. Daraufhin stimmte die Fraktion CDU/FDP/DFG gegen das gesamte Haushaltssicherungskonzept und verhinderte damit den Haushalt 2004.

In der Sitzung am 11.02.2004 kam es leider auch zu erheblichen polemischen Kontroversen und boshaften Angriffen von einzelnen Mitgliedern der Fraktionen CDU/FDP/DFG und PDS gegen Bürgermeister Heinrich Jüttner. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Andreas Ritter, ist gegen die unsachlichen und peinlichen Angriffe gegen den Bürgermeister leider nicht angemessen eingeschritten. Die Fraktion SPD ist immer zu sachlicher parteiübergreifender Zusammenarbeit bereit und hofft, dass es Herrn Ritter gelingen wird, die Geschäftsordnung durchzusetzen und für konstruktive und sachbezogene Beratungen zu sorgen. Oder war die Profilierung einzelner Mitglieder der Fraktionen CDU/FDP/DFG und PDS schon ein Vorgeschmack auf den Bürgermeisterwahlkampf? Der parteilose Heinrich Jüttner wird der von der SPD unterstützt und zur Wahl am 2. Mai 2004 als Kandidat für weitere acht Jahre im Bürgermeisteramt vorgeschlagen.

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